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Götte will Einsatz von Polizeihelikoptern neu aufstellen

Der St.Galler Nationalrat Michael Götte fordert eine neue Betrachtung der luftgestützten Polizeiarbeit in der Schweiz. Mit einer Interpellation will er den Bundesrat dazu bewegen zu prüfen, wie die Zusammenarbeit bei Polizeihelikoptern künftig effizienter organisiert werden kann.

Ausgangspunkt ist die aktuelle Situation rund um den Polizeihelikopter der Kantonspolizei Zürich. Dieser ist derzeit der einzige seiner Art in der Schweiz und steht jährlich rund 300 Mal im Einsatz – auch im Auftrag anderer Kantone und von Bundesstellen.

Gleichzeitig sieht sich der Betrieb mit steigenden Kosten konfrontiert, und die Ausschreibung für ein Nachfolgemodell musste abgebrochen werden.

Vor diesem Hintergrund stellt Michael Götte die grundsätzliche Frage, wie die luftgestützte Unterstützung für Polizei und Bevölkerungsschutz langfristig sichergestellt werden kann.

In seiner Interpellation erkundigt er sich beim Bundesrat, ob der Bund künftig eine stärkere Koordinationsrolle übernehmen sollte.

Im Zentrum steht dabei nicht primär eine zusätzliche Finanzierung, sondern eine bessere Nutzung bestehender Ressourcen.

Konkret bringt Götte eine engere Zusammenarbeit bei Infrastruktur, Wartung, Ausbildung und Einsatzkoordination ins Spiel. Ziel sei es, Synergien zwischen Kantonen und Bund zu nutzen und so die Einsatzfähigkeit langfristig zu sichern.

Mit seinem Vorstoss will der St.Galler Nationalrat eine Diskussion anstossen, wie zentrale Einsatzmittel in der Schweiz auch künftig verlässlich zur Verfügung stehen können – über Kantons- und Staatsebenen hinweg.

Der Polizeihelikopter der Kantonspolizei Zürich ist ein Modell des Typs Airbus H125, auch bekannt als Écureuil AS350 B3+. Es handelt sich um einen einmotorigen Leichthelikopter, der insbesondere für Polizeieinsätze, Suchaktionen sowie Einsätze in schwierigem Gelände geeignet ist. Stationiert ist die Maschine am Flugplatz Dübendorf. Der Helikopter steht seit rund einem Jahrzehnt im Einsatz und wird jährlich etwa 300 Mal aufgeboten – auch im Auftrag anderer Kantone und von Bundesstellen.

Er ist derzeit der einzige Helikopter in der Schweiz, der direkt von einer kantonalen Polizei betrieben wird. Andere Kantone verfügen über keine eigenen Polizeiheli-Strukturen und greifen bei Bedarf auf Partnerorganisationen zurück. Dazu zählen insbesondere die Schweizer Luftwaffe, die Rega sowie private Anbieter wie Air-Glaciers, die bei Suchaktionen, Rettungseinsätzen oder in besonderen Lagen unterstützen.

Aufgrund seines Alters und steigender Anforderungen soll der Zürcher Polizeihelikopter mittelfristig ersetzt werden. Die Neubeschaffung gestaltet sich jedoch anspruchsvoll, da moderne Nachfolgemodelle deutlich höhere Kosten verursachen. Gleichzeitig rückt damit die grundsätzliche Frage in den Fokus, wie die luftgestützte Unterstützung für Polizei und Bevölkerungsschutz in der Schweiz künftig organisiert werden soll.

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