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Zivilschutz wird nicht mehr vom See aus organisiert: Neue Strukturen verunsichern

Beitrag im Tagblatt vom 23. August 2019

 

Der Start der neuen regionalen Zivilschutzorganisation ist mit grossen Herausforderungen verbunden. Das letzte Treffen der Sicherheitsregion Bodensee ist Geschichte.

Rund 30 Personen haben sich am Mittwochabend im Feuerwehrdepot in Rorschach eingefunden. Anlass des Zusammentreffens war der letzte Sicherheitsrapport der Sicherheitsregion Bodensee, bevor die Stadt St.Gallen ab dem 1. Januar 2020 zusammen mit fünfzehn Gemeinden eine einzige Zivilschutzregion bildet. Bis anhin teilten sich die sechzehn Gemeinden in vier Zivilschutzorganisationen auf.

Manche Teilnehmer erschienen in Berufskleidung der Feuerwehr und des Zivilschutzes, andere trugen ein Sakko. Jene, die sich kannten, tauschten sich gut gelaunt aus und jene, die sich neu waren, gaben sich herzlich die Hand. Michael Götte, stellvertretender Kommandant der Bevölkerungsschutzkommission, lieferte den Gästen wichtige Informationen über den Stand der Neuorganisation. Er lobte den glimpflichen Übergang in die neue Gliederung der Stabstellen und betonte, dass es bei der Besetzung der Chef- und Stellvertreterpositionen keinen Machtkampf gab. Trotzdem merkte Götte an, dass er über die Zivilschutzreform des Kantons nicht wirklich glücklich sei.


Ziele des neuen Kommandanten

Oliver Caspari, stellte sich als designierter Kommandant des regionalen Zivilschutzes vor. Der 50-jährige hat im Rahmen des Zusammenschlusses klare Ziele vor Augen. Er wünscht sich eine offene Informationspolitik und Einsatzbereitschaft während der Übergangsphase. Auch der Kontakt zu den Gemeinden steht für den Kommandanten im Vordergrund. Die Unsicherheit bei Angehörigen des Zivilschutzes ist gemäss Caspari gross, jedoch sei es unumgänglich, die neue Situation zu akzeptieren und zu einer Einheit zusammenzuwachsen.

Anschliessend an den Sicherheitsrapport bestand im Rahmen eines gemeinsamen Imbisses die Möglichkeit, sich über Vergangenes sowie Bevorstehendes auszutauschen. Bis die neue Zivilschutzorganisation Anfang Januar operativ wird, ist noch einiges an Umstrukturieren und Umdenken erforderlich.

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