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07.12.16 13:54 Alter: 290 Tage

Naturgefahren vorbeugen

Von: Tagblatt

TÜBACH ⋅ Der Gemeinderat Tübach hat das Massnahmenkonzept Naturgefahren kürzlich verabschiedet. Die vorgesehenen Massnahmen sind bereits erledigt oder im Gange.

Franca Hess

Naturgefahren gehen in Tübach lediglich von verschiedenen Gewässern aus, heisst es in einer Mitteilung der Gemeinde zum Massnahmenkonzept Naturgefahren. «Wir waren aber überrascht, wie viele blaue Flecken auf der Gefahrenkarte zu sehen sind», sagt Gemeindepräsident Michael Götte. Der Gemeinderat hat das Massnahmenkonzept Naturgefahren Tübach zu Handen des kantonalen Amtes für Raumentwicklung und Geoinformation verabschiedet. Gemäss kantonalem Richtplan haben Gemeinden nach Vorliegen der Gefahrenkarte innert zwei Jahren ein Massnahmenkonzept mit Risikobetrachtung zu erarbeiten. Dieses Konzept zeigt auf, mit welchen Massnahmen die Gemeinde den bekannten und ausgewiesenen Gefährdungen durch Naturereignisse begegnen will. Die Vorlegung des Massnahmenkonzepts beim Kanton ermöglicht, dass eine allfällige Mitfinanzierung von geplanten Massnahmen frühzeitig geregelt wird.

 

Die Massnahmen, die sich in Tübach aufgedrängt hatten, seien bereits erledigt oder im Gange. So auch beim kleinen Kellenbach: Dass dieses «kleine Gerinnsel» überhaupt eine Gefährdung darstellte, sei verblüffend. Diese Schwachstelle wurde umgehend durch eine Erweiterung des Durchlasses beim Feldweg Kellenstrasse beseitigt. Ebenso sei gegen die Gefährdung des Schwärzebaches bereits vor Erarbeitung des Massnahmenkonzepts ein Projekt aufgegleist worden. Dieses sieht im Bereich Steinacherstrasse eine Ausweitung der Brücke vor. Zudem solle das ganze Bachbett ausgeweitet werden. Das Projekt ist aber noch in der Nachbargemeinde Steinach hängig. Auch der Häftlibach, der mitten durchs Dorf fliesst, ist auf der Gefahrenkarte markiert. «Das Problem besteht bei diesem Gewässer vor allem in Horn, wo er Hornbach genannt wird. Er gibt deswegen vor allem auf Horner Seite Gesprächsstoff», sagt Götte. Weitere Massnahmen stünden vorläufig nicht zur Diskussion. Der Konflikt zwischen Naturgefahren und Siedlungsgebiet in Tübach sei verhältnismässig sehr klein, so dass sich keine raumplanerischen Massnahmen aufdrängen.

 

Prävention durch Objektschutzmassnahmen

 

Im Massnahmenplan sind auch Objektschutzmassnahmen einzusehen. Angaben zur Bemessung von diesen Objektschutzmassnahmen stehen der Gemeinde Tübach ab sofort zur Verfügung. Sie sind der Gemeinde bei der Bearbeitung von Baugesuchen von Nutzen. Mit dem Objektschutz liegt eine effiziente Lösung vor, die das Personen- und Sachwertrisiko reduziert. Das Gebäude wird so gebaut, dass einwirkende Gefahren dem Bau nur gering Schaden zufügen können. Oft können Schäden bereits durch kleinste Anpassungen verhindert werden, gerade bei Überschwemmungsgefahr.